|
Ordinationsphilosophie Wir betrachten es nicht als unsere Aufgabe, Sie mit einem Maximum an technischen Geräten zu umsorgen. Vielmehr gilt es, Ihre Fragestellung zu analysieren und auf den Punkt zu bringen. Oftmals ist es unsere Hauptaufgabe, Sie auf verschiedene Möglichkeiten hinzuweisen, Sie über Risken, Vor- und Nachteile der Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Dies gilt insbesondere für die gleichzeitige Verabreichung einer Vielzahl von Arzneimitteln, wobei es oft zu unerwünschten Wechsel- und Nebenwirkungen kommt.
Die Themen Patientenaufklärung und Patientenverständnis steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Sie weitere Strategie ist gemeinsam festzulegen.
Zielsetzung ist der selbstbestimmte Patient, welcher nach den Leitlinien der Medizinischen Wissenschaft und seinen eigenen Vorstellungen behandelt ist.
Oftmals ist auch die Frage zu klären, ob eine medikamentöse Behandlung überhaupt erforderlich ist oder nicht Änderungen des Lebensstiles zielführender sind.
Themenschwerpunkte * Klärung der bestehenden gesundheitlichen Situation aus allgemeininternistischer Sicht * Gesamtabstimmung der Medikamente, Suchen nach Verzichtbarem * Blutdruckeinstellungen * Behandlung von Herzerkrankungen, insbesondere KHK, Herzrhythmusstörungen * Feststellen der individuellen Leistungsfähigkeit, Güte der Einstellung * Untersuchungen vor geplantem Sport, insbesondere bei Herz- und Kreislaufproblemen * Behandlung von Durchblutungsstörungen * Behandlung von Fettstoffwechselstörungen * Diabeteseinstellungen * Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen * Behandlung von Magen- Darmerkrankungen * Krebsvorsorge * Führerscheingutachten * Vorsorgeuntersuchungen
Trotzdem verfügen wir über folgende Gerätschaften:
Ordinationseinrichtung, Leistungen + Labor in der Ordination für gängige Blutbefunde incl. + Gerinnungstest für Marcoumar- und Sintrompatienten (Thrombotest, INR) + Blutabnahme für alle Laborwerte, auf Wunsch Zusendung der Ergebnisse + Ruhe - EKG mit Rhythmusanalyse + Belastung EKG (Ergometrie) + 24 - Stunden - EKG + 24 - Stunden - Blutdruckmessung + Lungenfunktionstest + Vorsorgeuntersuchungen mit und ohne Labor + OP-Vorbereitung und OP-Freigaben (präoperative internistische Stellungnahme) + Bestätigungen für Führerschein, Sport etc. + Impfungen + Infusionsbehandlungen
Für sonografische Untersuchungen bestehen Kooperationen.
Blutabnahme Falls erforderlich, erfolgt die Blutabnahme in der Ordination. Es ist daher sinnvoll (aber nicht zwingend nötig), mittags nichts zu essen. Gegebenenfalls ist da seine Frage der Interpretation, wobei ein erhöhter Blutzucker nach dem Essen z.B. einen Altersdiabetes früher erkennen lässt als ein Blutzucker nüchern. Die Ausgabe der wichtigen Befunde erfolgt in der Regel am Tag nach der Blutabnahme. Weiterführende Analysen (Hormonbestimmungen, Eisen, Prostata- und Tumorwerte, Blutgerinnung, Blutgruppe etc.) erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Labor Dr. Mühl / Prof. Dr. Speiser (http://www.labors.at/), und umfassen das gesamte Spektrum der Labordiagnostik ohne dass dafür weitere Wege erforderlich wären. Dies gilt auch für Operationsvorbereitungen.
Die meisten Befunde werden von den Krankenkassen bezahlt. Falls dies nicht der Fall ist klären wir die Kostenfrage vor der Bestimmung mit Ihnen.
Gerinnungstest (INR, Thrombotest unter Marcoumar, Sintrom) Diese Tests erfolgen auch kurzfristig aus dem Finger oder der venösen Blutabnahme und werden von der Krankenkasse bezahlt. Wichtig sind die Klärung des Zielbereiches, die genaue Analyse von abweichenden Werten und die sichere Vorschreibung auch unter Beachtung der anderen Tabletten und Ernährungsgewohnheiten. Die weitere Empfehlung erfolgt unmittelbar nach dem Test.
Beachten Sie bitte, dass geänderte Arzneimittel den Effekt auf die Gerinnung beeinflussen und ein Kontrolltest in der Regel vorgezogen werden muss. Weisen Sie ggf. bitte jeden Arzt darauf hin, dass Ihr Blut verdünnt ist und dies unbedingt berücksichtigt werden muss. Überaus problematisch sind z.B. Antibiotika, Kortison. Verboten sind Aspirinpräparate.
Beachten Sie bitte auch, dass die Blutverdünnung – außer im Notfall – keineswegs einfach abgesetzt werden darf, sondern im Falle einer geplanten Operation das Vorgehen genau besprochen werden muss. Zahnärztliche Eingriffe und Grauer – Star – Operation erfordern in der Regel keine Unterbrechung der Blutverdünnung.
Auch darf eine Behandlung mit Aspirin (z.B. Thrombo ASS) nach Herzinfarkt keineswegs einfach abgesetzt werden.
Belastungs - EKG (Ergometrie) Diese Untersuchung ist erforderlich zur Abklärung einer fraglichen koronaren Herzerkrankung um einen Herzinfarkt zu verhindern bzw. die medikamentöse Einstellung zu optimieren. Oft ist die Frage zu klären, ob durch eine Röntgendarstellung der Herzkranzgefäße (Angiografie) eine Aufdehnung oder Bypass-Operation erforderlich ist. Die Ergometrie dienst auch der Kontrolle der Herz- und Blutdruckregulation bei Belastung.
Die Untersuchung erfolgt am späteren Nachmittag nach Terminvereinbarung. Sportkleidung (Sportdress, -BH, Handtuch, Sportschuhe) sind sinnvoll. Die Dauertherapie sollte wie gewohnt eingenommen werden. Während der Untersuchung erfolgt eine starke körperliche Anstrengung, welche die gleichen Risken birgt wie eine ähnliche Anstrengung im Alltag. Die Untersuchung wird durch Erschöpfung oder das Auftreten von nicht normalen Befunden (Herzbeschwerden, ungewöhnliche Atemnot, Rhythmusstörungen, stark erhöhter Blutdruck usw.) beendet.
DIe EDV-gestützte Auswertung und Besprechung erfolgt unmittelbar nach Ende des Tests. Die Untersuchung wird von den Krankenkassen bezahlt.
24 - Stunden - EKG (Holter) Bei Herzrhythmusstörungen, Herzrasen aber auch bei fraglichem Sauerstoffmangel im Herzen oder zur Abklärung von Bewusstlosigkeiten ist diese Untersuchung sinnvoll. Dafür wird ein Aufnahmegerät in Größe eines kleinen Handys mit Klebeelektroden verbunden und zeichnet die Herztätigkeit auf. Die Aufnahme erfolgt jeweils von Dienstag auf Mittwoch oder von Mittwoch auf Donnerstag nach Terminvereinbarung. DIe EDV-gestützte Auswertung erfolgt nach Abnahme des Gerätes, die Besprechung in der Regel unmittelbar danach. Sie erhalten einen schriftlichen Befund.
Die Untersuchung ist mit keinen Belastungen, Strömen oder Strahlungen verbunden und wird von den Krankenkassen bezahlt. (Während der Aufnahme sind Sport, Duschen, Baden usw. NICHT möglich.) In sehr seltenen Fällen kann es zu Hautunverträglichkeiten der Klebeelektroden kommen.
24 - Stunden - Blutdruckmessung Bei wechselhaftem Blutdruck, unklaren Differenzen und auch zur Kontrolle einer mutmaßlich guten Einstellung ist die 24 - Stunden - Messung sehr gut geeignet. Dafür wird ein Aufnahmegerät in Größe eines größeren Handys mit Oberarmmanschette angelegt und zeichnet den Blutdruck über 24 Stunden in Intervallen von 15 bis 30 Minuten auf. Die Aufnahme erfolgt jeweils von Dienstag auf Mittwoch oder von Mittwoch auf Donnerstag. DIe EDV-gestützte Auswertung und zumeist auch die Besprechung erfolgt nach Abnahme des Gerätes. Sie erhalten einen schriftlichen Befund.
Die Untersuchung ist wir durch das wiederholte Aufpumpen mitunter als unangenehm erlebt und kann zur vorübergehenden Schwellung des Armes führen. Die Untersuchung ist zunächst vom Patienten zu bezahlen (EUR 90,--) und wird von den Krankenkassen teilweise refundiert. (Während der Aufnahme sind Sport, Duschen, Baden usw. NICHT möglich. In einzelfällen kann es zur vorübergehenden Schwellung des Armes kommen. Achtung: Die Untersuchung ist NICHT möglich während der Einnahme von Marcoumar oder Sintrom.)
Lungenfunktionstest Dieser Test ist erforderlich bei jeder Form der Atemnot und hat andere Informationsinhalte als das Röntgen oder das EKG. Die Durchführung erfolgt ohne gesonderten Termin, dauert ca. 10min., ist nicht belastend und wird von den Krankenkassen übernommen. Es ist möglich, eine normale Lungenfunktion von einem Emphysem oder einem Asthma oder eine chronischen Lungenerkrankung zu unterscheiden und dadurch die Ursachen für die Atemnot eingrenzen. Auch vor Operationen ist es oft sinnvoll, die funktionellen Reserven der Lungen zu erheben. Sie erhalten einen schriftlichen Befund.
Operation - Internistische Stellungnahme Um das Operationsrisiko abwägen zu können, erfolgt vor einer Operation in der Regel eine internistische Vorstellung. Dies ist oft auch eine Gelegenheit, bisher unbekannte oder unbehandelte Erkrankungen zu erfassen bzw. die bestehende Medikation durch einen weiteren Facharzt überprüfen zu lassen.
Bei stabiler Gesamtsituation (keine Beschwerden, Blutdruck, Zucker usw. im Normbereich) empfiehlt sich die präoperative Stellungnahme bzw. "Freigabe" etwa 2 Wochen vor der geplanten OP. Dadurch besteht noch ausreichend Zeit, unerwartete Ergebnisse zu besprechen. Bei Vorliegen mehrerer Probleme (zahlreiche Medikamente, Diabetes, Gerinnungsbehandlung, usw..) ist es sinnvoll, die Erstuntersuchung 6 Wochen vor der geplanten OP durchzuführen. Die Unterbrechung einer Gerinnungstherapie (Marcoumar, Thrombo ASS, Plavix usw.) bedarf IMMER einer sorgfältigen Klärung mit dem Internisten.
Die Blutabnahmen vor einer Operation umfassen stets auch durch Blut übertragbare mögliche Infektionserkrankungen wie HIV, Hepatitis, Lues.
Führerscheinuntersuchung Die Ordination ist zertifiziert für die Zusammenarbeit mit dem amtsärztlchen Dienst des Verkehrsamtes. Dieser schreibt bei gegebenem Anlass (Hochdruck, Diabetes, Herzerkrankungen usw.) eine fachärztliche Beurteilung der Fahrtauglichkeit vor. Diese erfordert eine Terminvereinbarung und die Mitnahme möglichst aller Vorbefunde. Die Stellungnahme ist selbst zu bezahlen und wird nicht refundiert; allenfalls erforderliche Untersuchungen sind in der Regel Kassenleistungen. Der Befund kostet - je nach Aufwand - zumindest EUR 90,--.
Ordinationsfrequenz Durch den bewussten Verzicht auf den Vertrag mit der Gebietskrankenkasse besteht keine Massenabfertigung, sondern eine individuelle Betreuung.
|